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E-Scooter: Bald starten die schnellen Roller auch in Kiel

Kieler Nachrichten - Kieler Zeitung vom 25.11.2019 Seite 1 / Politik
Stockholmer Firma Voi will 2020 beginnen -  ein Betreiber will auch tageweise vermieten
E-Scooter: Bald starten die schnellen Roller auch in Kiel
Kiel. Seit Frühsommer 2019 sind E-Scooter in Deutschland offiziell zugelassen, im Kieler Straßenbild aber noch eine absolute Seltenheit. Das soll sich im kommenden Jahr ändern: Das schwedische Mobilitätsunternehmen Voi führt zurzeit Gespräche mit der Stadt, um nach Lübeck und Hamburg auch in Kiel am Markt zu starten. Darüber hinaus will Unternehmer Klaus von Waldow eine eigene Flotte E-Scooter zur Vermietung anbieten.
Bislang haben die großen E-Scooter-Verleiher einen Bogen um Kiel gemacht. Außer Schwerin gibt es keine Landeshauptstadt in Deutschland, in der Anbieter wie Lime, Tier, Circ oder Voi ihre Roller noch nicht platziert haben. Landesverkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) überrascht dies sehr: " Gerade als Universitätsstadt sollte Kiel doch besonders interessant für die Anbieter sein, zumal die Voraussetzungen in der Stadt ideal sind."  Für Buchholz gehören Angebote wie E-Scooter zwingend dazu, wenn man die Verkehrswende schaffen und Autofahrer vom ÖPNV überzeugen wolle. " Darüber hinaus leisten die Roller ihren Beitrag zur Belebung der Innenstadt" , argumentiert der Minister.
Voi hat bereits im Herbst testweise E-Scooter an der Kiellinie rollen lassen. " Kiel ist ein sehr attraktiver Standort und wir würden uns freuen, im nächsten Jahr an den Start zu gehen" , sagt Claus Unterkircher, General Manager bei Voi für den deutschsprachigen Raum. Kiel biete ein hohes Potenzial. " Wir denken, dass sich unsere E-Scooter hier gut in das bestehende Verkehrsangebot einfügen könnten" , so der Voi-Chef. Die Gespräche mit der Stadt liefen. Einen konkreten Starttermin gibt es aber noch nicht. Allerdings sucht der Sharing-Anbieter bereits aktiv Mitarbeiter in der Landeshauptstadt.
Das im Mai 2018 in Stockholm gegründete Start-up setzt auf Kooperationen mit den kommunalen Verkehrsverbänden: In Hamburg werden die Roller zusammen mit der Hochbahn angeboten, in Lübeck mit dem Stadtverkehr. Dort sind die Erfahrungen nach knapp sechs Monaten positiv: Die Nachfrage steigt, bis zu 700 Fahrten werden täglich gezählt. " Die gesamte Flottengröße von E-Scootern soll auf 800 Roller erhöht werden" , sagt Gerlinde Zielke vom Stadtverkehr Lübeck. Zum Start waren es 120 Fahrzeuge gewesen. " Bemerkenswerte Zwischenfälle"  hat es in der Hansestadt seit Einführung der Elektroroller laut Polizei nicht gegeben.
Klaus von Waldow, Inhaber von " Trankvile Electric Vehicles" , plant Anfang 2020 ein eigenes Sharing-Angebot in der Landeshauptstadt zu starten. Anders als Voi will er die Fahrzeuge aber per Tagespauschale anbieten.
bas
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